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Freitag, 24. 05. 2013
 



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Oktober 2009
Hightech sorgt für Turbo-Ausweise

Die "Mutter" VDS hatte gerufen – und die "Kinder" reihten sich (in Bremen) brav zur Verbandsrats-Sitzung ein. Zumal keine steife, sondern eine eher laue Brise wehte, kein Problem. Aber was gibt es Neues, unter dem großen Dach, das die VSW-Mitglieder direkt tangiert? Noch schneller (bravo!) soll die Ausstellung der Ausweise vonstatten gehen. Auch wenn das Laminieren noch viel Handarbeit erfordert, dürfte sich die Anschaffung eines Hightech-Druckers in der Geschäftsstelle mehr als rentieren.

In Sachen Finanzen hat der Verband generell mit viel Nachsicht gewaltet. Die Ausgaben entsprachen den Vorgaben, wobei Druck und Versand des viel gelesenen Magazins SPORTJournalist (96.600 Euro) unverändert der gewaltigste Posten bleibt. Während die Produktion des anderen VDS-Organs „Medien und Sport“ aufgrund des Sponsorings durch die DFL fast umsonst (5.350 Euro) vonstatten geht. Ob die Partnerschaft mit der DFL dauerhaft besteht, ist derzeit fraglich. Die Mitgliedervereine aber fordern den Vorstand auf, unbedingt die Papierform dieses ziemlich unverzichtbaren "Who is who" zu wahren, obgleich sich eine Online-Lösung als preisgünstigere – und irgendwann modernere – Variante anbietet. Denn wer ist permanent im Internet, während das handliche "Büchle" auf jeder Reise in den Koffer eines Medienschaffenden gehört...

Aufgrund der beschlossenen Beitragserhöhung kann der VDS seinen Etat weiterhin ausgeglichen gestalten. "Zurücklehnen", wie Präsident Erich Laaser mahnte, aber kommt nicht in Frage. Dem Chef verdankt die Verbandskasse ordentliche Erlöse von Sponsoren (84.000 Euro). Ohne die, mit Verlaub, wäre ein Wirken in bekanntem Maße nicht möglich. Das unterscheidet den "großen Verband" elementar von den Regionalablegern, die kaum über Möglichkeiten verfügen, Gelder aus der Wirtschaft zu generieren.

In Arbeit sind neue "Leitlinien des Sportjournalismus", die den – leicht verstaubten – "Ehrenkodex" ablösen. Die Formulierungen sind lesenswert, Korruption und Doping finden sich unter den acht Punkten, die auch einen fairen Umgang mit Konkurrenten der Medienbranche fordern. Das ist gut so und ohne mahnenden Finger dargestellt.

Bremen erlebte auch ein Sportpressefest, an dem rund 80 Personen teilnahmen. "Vielleicht das letzte seiner Art", wie am Rande der Sitzung kolportiert wurde. Gesucht sind auf jeden Fall Bewerber, die künftig solche "Events" ausrichten wollen. Für den VSW ist dies gemäß dem Wunsch seiner Mitglieder derzeit kein Thema. Denn das Interesse an solchen Angeboten tendierte in den letzten Jahren gegen null. Zumal auch finanzieller Aufwand für eine mehrtägige Veranstaltung und die nötige Manpower von hauptamtlichen tätigen Sportjournalisten nur schwer zu stemmen sind. Während eine kommerzielle Event-Agentur völlig unbezahlbar wäre. Ergo: der VSW konzentriert sich wie bisher auf Fußballturnier, Weihnachtsessen, Stammtische mit und ohne VIPs, regelmäßige Informationen via Internet.

Im März 2010 steht ein rundes Jubiläum vor der Türe. "100 Jahre organisierter Sportjournalismus". Im Rahmen des Wahlkongresses in Berlin will man dieses Datum würdigen. In welcher Form, dürfte einmal mehr von der Finanzierbarkeit abhängen. Die anschließenden Kongresse wurden an Augsburg (Herbst 2010) und den Mittelrhein (2011) vergeben. Der Rahmen derartiger VDS-Sitzungen über die Bühne gehen (Laaser: "Wir wollen keinen Gigantismus") bleibt ein Diskussionsthema. Auch fixiert: ein Golf-Turnier für die Mitglieder im aus württembergischer Sicht nicht gerade nahen Timmendorf/Schleswig-Holstein. Auf dem Index steht dagegen Tennis, während die Runde der Senioren (50 Personen) in Hinterzarten großen Anklang fand – und als Beispiel für künftige Treffen gilt.

Ein Blick lohnt auf die Homepage der Verbandes Deutscher Sportjournalisten, von der Geschäftsstelle peu à peu mehr gepflegt und mit schnell zugänglichen Informationen Lohnt. Auch die Verlinkung zu den regionalen Online-Seiten (Beispiel: www.vsw-news.de) ist in Arbeit.

Klaus Dobbratz



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