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Donnerstag, 23. 05. 2013
 



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Jürgen Löhle gewinnt Artikel-Wettbewerb

(DOSB PRESSE) „Voll auf die Zwölf“, so heißt der Bericht, mit dem der Stuttgarter Jürgen Löhle den Frauensport-Preis des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) anlässlich der 100-Jahr-Feier des Verbandes Deutscher Sportjournalisten in Berlin erhalten hat. Erste Gratulantin in der Jesse-Owens-Lounge tief im Bauch des Olympiastadions war DOSB-Vizepräsidentin Ilse Ridder-Melchers. Sie konstatierte erfreut die „sehr feinfühlige und wunderbare Art“ aller Teilnehmer an diesem Artikel-Wettbewerb, sich ausführlich und sensibel mit einem Thema zu beschäftigen, das 2009, im „Jahr der Frau im Sport“, eine ganz besondere Bedeutung hatte. Hingabe, Einsatz und Willen, das seien Attribute, die starke, selbstbewusste Frauen verkörperten, die zudem auch bereit seien, neue Wege zu gehen und mit Vorurteilen aufzuräumen, sagte Ilse Ridder-Melchers. „Das ist längst im Spitzensport der Fall, wie wir gerade erst wieder in Vancouver gesehen haben. Diesen Einsatz von Frauen müssen wir auch stärker auf der so wichtigen Führungsebene nutzen. Da ist noch einiges zu tun, da haben wir einen Nachholbedarf.

Aus diesem Grunde wollen wir die vor einem Jahr begonnene Aktion ‚Frauen gewinnen‛ fortsetzen, nicht zuletzt deshalb, um noch mehr Mädchen und Frauen für den Sport zu begeistern.“ Vielleicht auch für den Sportjournalismus, wo derzeit der männliche Anteil mit großem Abstand überwiegt: nur 9,5 Prozent sind Sportjournalistinnen. Was schon eine große Verbesserung ist, aber längst nicht das Ziel. Schließlich, so Ilse Ridder-Melchers, sind von den 27,5 Millionen Mitgliedern im DOSB zehn Millionen, also 40 Prozent, weiblichen Geschlechts. Unter der Führung von Jörg Hahn, Sportchef der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, gehörten der Wettbewerbs-Jury Ulrike Spitz, ehemalige Sprecherin der Nationalen Anti-Doping-Agentur, der Sportsoziologe Prof. Karl Heinrich Bette von der Universität Darmstadt, Gerd Schneider (Mittelbayerische Zeitung) und Jörg Stratmann(Chefredakteur DOSB-Medien) an. Sie waren sich einig, dass Jürgen Löhles Beitrag der beste war. Hier wird das Schicksal der Box-Weltmeisterin im Superfliegengewicht, Alesia Graf, geschildert, die 1980 im weißrussischen Gomel, nicht allzu weit von Tschernobyl entfernt, geboren wurde, in ein Waisenhaus kam, und die es später über die Schweiz nach Freiburg zog, wo sie in einer Zeitschrift erstmals Bilder von Regina Halmich sah und sich zum Ziel setzte, ihr nachzueifern. Erschienen war der Artikel in der Zeitung „Sonntag aktuell“ vom 8. November 2009.

Auch die beiden anderen Preisträger beschäftigten sich mit der Situation aktiver und ungewöhnlicher Frauen im Sport und dokumentierten das in gelungenen Porträts: der Zweitplatzierte Christian Witt (Berlin) im „Fokus“ unter der Überschrift „Zuckerbrot und Pfeife“ und Ralf Mittmann (Konstanz) als Dritter im „Südkurier“ mit „Die schöne der Welt der Krebsfrau“. Für Ilse Ridder-Melchers sind alle drei bemerkenswerte Artikel, die es verdienten, ausgezeichnet zu werden. Gleichzeitig ermunterte sie die Journalisten und Journalistinnen: „Schreiben Sie weiter so fleißig über die Frauen im Sport. Es gibt noch viele solcher großartigen Frauen.“

Quelle: Hansjürgen Wille (DOSB PRESSE Nr. 12/2010)



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