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Donnerstag, 20. 06. 2013
 



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Dezember 2006
Ein Nachruf auf Ursula Kaiser (1)

Wir haben einen Menschen verloren. Warum betone ich das so? Mit Ursula Kaiser ist eine „menschliche“ Sportjournalistin von uns gegangen, wie es wenige gibt. Nur unter Tränen vermöchte ich die letzten Wochen Revue passieren lassen. Sie war zur Pressekonferenz in Baden-Baden, sie war am 14. Dezember bei uns im provisorischen Office („stör ich auch nicht?“), saß auf Tuchfühlung neben mir. Stellte ihre Fragen.

Attraktiv, jung und allein kam sie die Treppe am 17. Dezember auf uns zu: „Geht’s euch gut? Vielen Dank für die Einladung.“ Immer gern, Ursel! Sie stellte Fragen, anders. Und bekam auch Antworten. Andere. Aber wer hat sie gefragt? Oder gab es einfach keine Gelegenheit, weil sie so schnell war mit Gegenfragen? Wer hat sie richtig gekannt? Die Nachricht von ihrem Tod machte viele betroffen.

Seit vielen Jahren haben wir mit ihr zusammengearbeitet – wer weiß, wie sie lebte, dachte, liebte, lachte? Wie sie arbeitete, wissen hier im Süden viele. Professionell, menschlich, freundlich. Wer sie wirklich war – ist vielen ein Rätsel.

Und nun ist sie tot. Eingeschlafen. Mit 44 Jahren. Jahre, die sie auch auf den Spuren von Newcomern oder Etablierten im afrikanischen Busch verbrachte. Sport-Entwicklungshilfe hat sie sich selbst auf die Fahne geschrieben. Und mit ihrer – manchmal naiven – Einstellung hat sie bewegt.

Nicht nur im Journalismus – menschlich.

Viele Menschen sind von uns gegangen – aber nur einer war wie Ursel Kaiser.

Und nur wenige werden solche Eindrücke hinterlassen.

Auf Wiedersehn Ursel!

Beate Dobbratz



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