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Rund 180 Gäste beim sport talk Wie sieht sie aus – die zukünftige Sportberichterstattung? Derzeit dominiert der Fußball die Berichterstattung – und diese Dominanz wird voraussichtlich auch in naher Zukunft bestehen bleiben. Einig waren sich die Beteiligten jedoch, dass sich die Mediennutzung ändern wird. Die Bedeutung des Internets wird zunehmen, was für die restlichen Sportarten eine Chance darstellt.
„In den sozialen Netzwerken liegt die Zukunft der Sportberichterstattung“, so Klaus-Eckhard Jost (Leiter der Pressestelle des Schwäbischen Turnerbundes und ehemaliges Redaktionsmitglied von „Sonntag Aktuell“). Neben Jost nahmen Michael Antwerpes (Sportchef des Südwestrundfunks), Jörg Klopfer (Unternehmenssprecher der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH), Jens Zimmermann (Geschäftsführer der Stuttgarter Kickers und ehemaliger Pressesprecher der Deutschen Nordischen Behinderten-Nationalmannschaft) und Jörg Ahmann (Beachvolleyball-Nationaltrainer und Olympia-Bronzemedaillengewinner 2000) an der Diskussionsrunde teil.
Wichtig für den Erfolg sind auch sportliche Aushängeschilder. „Sportarten funktionieren über Heroes“, so in.Stuttgart-Unternehmenssprecher Jörg Klopfer. SWR-Sportchef Michael Antwerpes sieht in diesem Zusammenhang im Tennis noch immer großes Potenzial: „Warten Sie doch mal ab, was los sein wird, wenn wieder ein Deutscher im Wimbledon-Finale steht.“
Bei den Inhalten der Sportberichterstattung ist ein gewisser Trend zur Boulevardisierung festzustellen. „Manchmal hat man das Gefühl, dass die sportliche Leistung zweitrangig ist“, so der Beachvolleyball-Nationaltrainer Jörg Ahmann zu dem Umstand, dass die Berichterstattung abseits der Sportfläche zugenommen hat. Kickers-Geschäftsführer Jens Zimmermann regte an, angesichts der TV-Erfolge ganzer Wintersportnachmittage beim Publikum es auch mal mit einer anderen Variante zu probieren: „Wie wäre es denn, das auch mal im Sommer durchzuführen?“
Zu Beginn gaben in einer Einführungsrunde Vertreter verschiedener Sportarten Auskunft darüber, welche Anstrengungen ihre Verbände unternehmen, um in die Medien zu kommen. Zu Wort gekommen sind dabei: Klaus Eckle (Vizepräsident des Baden-Württembergischen Baseball- und Softballverbandes), Wilfried Scheible (Präsident des Tanzsportverbandes Baden-Württemberg), Tobias Ködel (Medienreferent des Baden-Württembergischen Triathlon Verbandes) und Günther Lerchner (Vizepräsident des Württembergischer Behinderten- und Rehabilitationssportverbandes). Zudem berichtete Markus Kleber (Geschäftsführer von „die-ligen.de“), welche Möglichkeiten das Internet bietet, um Sportveranstaltungen darzustellen. Grußworte hielten Karl-Heinz Preget (Leiter des Personal-, Sport- und Bäderamts Weinstadt) und Ursula Jud (Vizepräsidentin des Sportkreises Rems-Murr).
Im Anschluss an die Podiumsdiskussion hatten die geladenen Gäste im Foyer der Jahnhalle die Möglichkeit sich auszutauschen, wovon auch rege Gebrauch gemacht wurde. Die Veranstaltungsreihe „sport talk“ wird im Herbst 2010 fortgesetzt, dann soll der Vereinssport thematisiert werden.
Veranstalter der Diskussionsreihe „sport talk“ ist die SportRegion Stuttgart, die sich um die interkommunale Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Sports in der Region Stuttgart kümmert. Ihr gehören derzeit 44 Kommunen, 37 Sportfachverbände, sechs Sportkreise sowie der Olympiastützpunkt Stuttgart und der Verband Region Stuttgart an. Als Kooperationspartner fungiert der Verein Sportpresse Württemberg (VSW).
Mehr Infos
www.sportregion-stuttgart.de/sporttalk
www.facebook.com/pages/sport-talk/130754290271645
youtube.de/SRStuttgart
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